Alte Wasserkunst - Bautzens Wahrzeichen

Text: Franziska Henke

Wer bei seiner Reise nach Bautzen die Alte Wasserkunst nicht gesehen hat, der war nie in Bautzen. So spricht der Volksmund.

Aber dies wird Ihnen nicht passieren, denn die Alte Wasserkunst ist Teil der historischen Altstadt und prägt als eines der Bautzener Wahrzeichen die Stadtansicht.

Mit einer Höhe von 47 Metern steht sie majestätisch über dem Tal, in dem die Spree fließt. Sie diente bis 1965 zur Wasserversorgung der Stadt. Sie hatte einst die Aufgabe das Wasser in den höchstgelegenen Trog, oben auf dem Fleischmarkt, über ein Röhrensystem zu befördern. Später galt es, das Wasser für den Wasserturm bereit zu stellen.

Als hölzener Turm wurde die Alte Wasserkunst durch einen Mönch im Jahre 1496 erbaut. Nach dem schweren Brand im Jahre 1558 wurde der Turm in der heutigen Form durch den Ratsbaumeister Wenzel Röhrscheidt d.Ä. wieder aufgebaut.

Mit einer Grundfläche von 210m² ist die Alte Wasserkunst heute ein technisches Museum und eine Ruheinsel mitten in der Stadt. Für Ihre Mühen werden Sie auf der Aussichtsplattform mit einem grandiosen Blick auf die historische Altstadt sowie in das Lausitzer Bergland belohnt.

Begleiten Sie mich bei einer Stadtführung und erfahren Sie mehr über die Alte Wasserkunst, wie sie einst genutzt wurde, als Wasserlieferant oder als Wehrturm sowie über eine Kröte, die fast dem ersten Baumeister das Leben kostete und die Stadt auf dem Trockenen sitzen ließ.