Caspar Peucer

Caspar Peucer - mehr als nur Leibarzt von Kurfürst August von Sachsen

Ich wurde am 6. Januar 1525 im Wendischen Viertel Bautzens geboren. Ich besuchte das Gymnasium in Bautzen und die Lateinschule in Goldberg, bevor ich 1540 mein Studium an der Universität Wittenberg begann. Dort durfte ich im Hause Philipp Melanchthons wohnen, ein Glücksfall, denn in diesem Hause verkehrten alle bedeutenden Wittenberger, von Martin Luther bis Lucas Cranach d. Ä., sowie Persönlichkeiten aus deutschen und europäischen Landen. 1550 heiratete ich sogar die jüngste Tochter Melanchthons.

Ich studierte neben Sprachen zunächst Mathematik und Astronomie, später auch Medizin. Achtmal war ich Dekan der medizinischen Fakultät und dreimal Rektor der Universität. Da Wittenberg der Ausgangspunkt und das Zentrum der Reformation war, musste ich mich auch mit theologischen Fragen beschäftigen, besonders nach dem Tode Melanchthons 1560. 1570 wurde ich Leibarzt und Berater des Kurfürsten August von Sachsen. Damit geriet ich aber auch in die Auseinandersetzungen zwischen den Gnesiolutheranern und den Philippisten. 1574 wurde ich verhaftet, des Cryptocalvinismus beschuldigt und ins Gefängnis geworfen. Erst nach 12 Jahren kam ich frei und wurde zum Leibarzt, Fürstenberater und Prinzenerzieher an den anhaltinischen Hof in Dessau berufen, wo ich 1602 starb und begraben wurde.

Lassen Sie sich von mir zurück in das Zeitalter der Reformation, an die Orte meiner Jugend und zu Stätten führen, die während und nach der Reformation in Bautzen von Bedeutung waren. Erleben Sie Bautzens vielseitige Geschichte auf eine andere Art und Weise.

Ich freue mich auf Sie.