Historisch gewandete Stadtführungen

Es war an einem lauen Sommerabend, im Jahre 1413. Der junge Kaufmann Henslin Loehr war auf seinem Weg nach Krakau. Er hatte edelste lausitzer Tuche geladen. Auf seinem Wege durch Bautzen hielt er Rast in einer der vielen Herbergen, bevor er am nächsten Tage die Bergwälder im Süden durchquerte. In seiner Bleibe traf er mit anderen Kaufleuten zusammen, die eine Ladung Salz aus dem Salzbergwerk Wieliczka nach Leipzig führten. Der Abend war lang und so geschah es, dass der Tuchhändler sich mit den Salzhändlern auf ein Würfelspiel einließ. Es war kein guter Abend für ihn, er verlor ein Dutzend seiner besten Ballen voll Leinen.

Das war ein herber Verlust, aber doch nicht so schlimm, denn 4 Monate später auf seinem Heimweg machte er, beladen mit feinsten Tüchern, wieder halt in der gleichen Herberge und traf dabei auf andere Kaufleute. Diesesmal war ihm das Glück hold.

So mag es vielleicht einst geschehen sein. Es kann auch im Jahre 1313 gewesen sein, möglicherweise nicht in einer Herberge sondern an einem Lagerfeuer, und ob man da das Glück im Würfelspiel fand, dass weiß keiner.

Doch der Rest ist wahr. Bautzen war bereits Stadt, eine Stadt mit unverwechselbarem Gesicht, mit viel Geschichte und Ruhm.

Generationen haben das Antlitz dieser Stadt geprägt und es nach ihren Bedürfnissen verändert.

Sein Sie eingeladen, zwischen den Mauern der Bautzener Altstadt, auf einen unterhaltsamen Stadtspaziergang zu gehen.

Jahrhunderte werden an ihrem geistigen Auge vorüber eilen, und in ihren Gedanken wird die Geschichte der Stadt für ein paar Augeblicke mit Leben erfüllt und für sie gegenwärtig.

Wir freuen uns auf Sie